Pressemitteilungen 08.10.2020

Große Lernwerk-Umfrage: „Du, der Lockdown und die Schule…“

Wie benoten unsere Schülerinnen und Schüler den Online-Unterricht ihrer Schulen? Müssen sie jetzt mehr lernen als vor dem Lockdown? Und will jemand zurück ins Homeschooling? Das wollten wir von unserer Lernwerk-Familie wissen und haben in allen Filialen zu einer anonymen  Umfrage eingeladen. Wir freuen uns riesig, dass 504 Kinder und Jugendliche mitgemacht haben. Dafür ein dickes Danke schön!

Wir haben inzwischen die Antworten ausgewertet.

Fest steht, die Unterrichtsversäumnisse durchdie  coronabedingten Schulschließungen sorgen weiter für Stress bei den Berliner Schülerinnen und Schülern: Jeder Zweite gibt an, jetzt mehr lernen zu müssen als vor dem Lockdown.

„In den Schulen wird im Schnellschritt nachgeholt, was nicht im Homeschooling vermittelt wurde. Obendrein bauen manche Lehrkräfte verständlicherweise vor, um bei einem zweiten Lockdown im Stoff auf der sicheren Seite zu sein“, bewertet Swantje Goldbach, Pädagogische Leiterin des Lernwerks, die Ergebnisse der Umfrage.

Außerdem haben unsere Schülerinnen und Schüler die Qualität des Online-Unterrichts ihrer regulären Schullehrer von der Skala 1 („sehr gut“) bis 6 („ungenügend“) benotet. Ergebnis:

38 Prozent erteilten die Note 3. Es folgen in der Bewertungsskala die Note 4 mit 23 Prozent und die Note 2 mit 22 Prozent. 7 Prozent der Schülerinnen und Schüler vergaben eine glatte 5 an das Schulkollegium. 5 Prozent bewertete die Qualität des Online-Angebots gar mit einer 6. Zu der Top-Note 1 konnten sich nur 4 Prozent der Schülerinnen und Schüler durchringen. Das könnte daran liegen, dass jeder vierte Schüler während des Lockdowns laut Lernwerk-Umfrage ausschließlich Zettel erhielt, interpretiert Swantje Goldbach die Benotung.

Viele Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer wünschen sich entsprechend interessanteren Online-Unterricht. Auch besseres WLAN sowie Tablets stehen ganz oben auf der Wunschliste. Angeregt wurde in dem Kommentarfeld auch der Einsatz gängiger Video-Konferenzformate.

Am meisten erstaunte uns  bei der Auswertung, dass 35 Prozent der Schülerinnen und Schüler angaben, zuhause besser gelernt zu haben als in der Schule.