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Motivationstipps

Was Eltern tun können, damit Kinder ihre Hausaufgaben machen

Grundsätzlich gilt: Kein Kind ist „faul“.
Wenn sich Ihr Kind nicht selbst motivieren kann, versuchen Sie, mit ihm gemeinsam einen neuen Zugang zur jeweiligen Aufgabe zu finden. Hierbei kann folgendes Vorgehen hilfreich sein:

Gute Gewohnheiten schaffen:

Kinder, die Zähne putzen können, können auch Hausaufgaben erledigen. Diese Aussage können wir nach unserer jahrelangen Erfahrung machen. Der regelmäßige Rhythmus des Zähneputzens und die Wichtigkeit, die diese Tätigkeit für die Eltern hat, prägen sich dem Kind von klein auf ein. Ähnlich sollte es beim Lernen zu Hause geschehen.

Ein schöner Arbeitsplatz, festgelegte Lernzeiten in der Woche, ein kleines Startritual - all dies erleichtert das Erledigen der häuslichen Pflichten.

Gute Gewohnheiten schaffen

Vorbild sein:

Motivation ist immer Eigenmotivation. Druck auszuüben hilft deshalb nicht weiter. Besser ist es, mit dem eigenen Verhalten ein Vorbild zu sein. Wenn Ihr Kind für die Schule arbeitet, setzen Sie sich dazu und machen Sie Ihre eigenen Hausaufgaben: die Steuerklärung vorbereiten, einen Brief schreiben oder Kartoffeln schälen. Arbeiten Sie konzentriert und zielorientiert an Ihrer Aufgabe und machen Sie möglichst nicht mehrere Dinge gleichzeitig. Zeigen Sie sich selbst motiviert. Sagen Sie sich und Ihrem Kind „Ich will das tun!“ und nicht „Ich muss…“.

Helfen nur auf Anfrage:

Selbstständigkeit führt zu Selbstwirksamkeit. Selbstwirksam sein, d. h., seine Aufgaben schaffen, führt zu Motivation. Erledigt also ein Kind seine Hausaufgaben selbst, sollten Eltern sich die Frage: "Hast du schon Hausaufgaben gemacht? Lass mich mal sehen!", sparen. Will man die Selbstmotivation eines Kindes erhalten, sollte man im Gegenteil in etwa folgendes sagen: "Prima, dass du deine Schulaufgaben schon erledigt hast. Dann haben wir jetzt schön Zeit für ...". Kontrollieren und kritisieren der Hausaufgaben sowie aufgedrängte Hilfe und Streit um die Schule sind die häufigsten Fehler, die Eltern machen. Demotivation von Kindern ist die Folge.  

Helfen nur auf Anfrage

Auf die Suche gehen:

Die Eltern sind für ein Kind die größte Autorität, vor Ihnen will es nicht als Versager dastehen. Deshalb führen Gespräche über die Schule, in denen das Kind seine Leistungsgrenzen offenlegen muss, so häufig zum Streit und zur Verweigerung des Kindes. Jedes Kind möchte eigentlich ein guter Schüler sein. Daher hilft an dieser Stelle die gemeinsame Suche danach, warum das Kind keine Motivation zum Lernen aufbringen konnte. Das Aufspüren von Gründen ist der erste Schritt, um die Motivationskräfte des Kindes neu zu erwecken. 

Interesse zeigen:

Interessieren Sie sich ehrlich für die schulische Arbeit Ihres Kindes. Unterhalten Sie sich über Inhalt, Hintergrund und Sinn einer Aufgabe. Beklagt sich Ihr Kind z. B. über die Langweiligkeit seines Referatsthemas, so zeigen Sie Ihr Verständnis für seine Meinung und stellen Sie Fragen zum Thema. In dem Moment, in dem ein Gespräch beginnt, können sich die Motivationskräfte des Kindes entfachen, selbst wenn die Aufgabe wirklich nicht den Interessen des Kindes entspricht. Mit seinen Eltern in Kommunikation treten, über welchen Inhalt auch immer, spornt ein Kind an. Dies gilt nicht für eine im Interviewstil geführte Unterhaltung, die Kritik zum Inhalt hat, sondern für den gleichberechtigten Dialog.

Interesse zeigen

Für genügend Energie sorgen:

Man kennt es auch von sich selbst: Man kommt abgespannt von der Arbeit und wollte doch eigentlich noch... Genauso geht es unseren Kindern auch. Müdigkeit, Hunger, Durst, Bewegungsmangel, seelische Probleme, etc. lassen keine Motivation zu, da all dies Energieräuber sind. Helfen Sie Ihrem Kind, seine Energiereserven aufzufüllen, bevor es sich an seine Hausaufgaben macht.

Für genügend Energie sorgen

Ziele suchen:

Wenn Sie ein Kind in der Pubertät haben, nehmen Sie sich Zeit, mit ihm über seine Wünsche, Träume und Vorstellungen von der Zukunft zu sprechen. Überlegen Sie gemeinsam, welche konkreten Schritte notwendig sind, um das jeweilige Ziel zu erreichen. So ist es leichter, sich für die Schule zu motivieren.

Stärken ausbauen:

Beobachten Sie Ihr Kind: Wo liegen seine Talente und Begabungen? Was konnte Ihr Kind schon immer besonders gut, was tut es gern und häufig? In den (oft angeborenen) Talenten schlummern die größten Möglichkeiten und Potenziale eines Menschen, nicht etwa in später erlernten Fähigkeiten. Es ist deshalb nicht nur effektiver, sondern auch interessanter und damit motivierender, die eigenen Talente auszubauen als seine Defizite auszugleichen und dabei zu wissen, dass man doch niemals über den Durchschnitt hinausgelangen wird.