Lernwerk Blog lernwerk.de Feed des Lernwerk Blogs de-de Blog RSS export running on TYPO3 4.5.6 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss lernwerk.de info@lernwerk.de info@lernwerk.de Lernwerk Blog lernwerk.de/typo3conf/ext/t3blog//icons/rss.png lernwerk.de Feed des Lernwerk Blogs Schönschreibkurse: Schreibprofi Holger im Interview () http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/schoenschreibkurse-schreibprofi-holger-im-interview.html http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/schoenschreibkurse-schreibprofi-holger-im-interview.html Tue, 11 Jul 2017 17:47:00 +0200 Holger, du gibst seit einigen Jahren bei uns im Lernwerk die Schönschreibkurse. Was ist das Besondere, warum kannst du sie empfehlen? Was mir gefällt, ist das konzentrierte Arbeiten in entspannter At...

Holger, du gibst seit einigen Jahren bei uns im Lernwerk die Schönschreibkurse. Was ist das Besondere, warum kannst du sie empfehlen?

Was mir gefällt, ist das konzentrierte Arbeiten in entspannter Atmosphäre. In dem Kurs bilden wir eine kreative Schönschreibgemeinschaft, die sich dem Ziel verschreibt, jeden Einzelnen, was die Handschrift angeht, weit nach vorn zu bringen.

Warum überhaupt Schönschreiben?

Damit einem die eigene Schrift gefällt. Manche meiden ja deshalb das Schreiben, weil sie ihre eigene Schrift hässlich oder abstoßend finden. Oder sie ist so unleserlich, dass die Lehrer sie nicht lesen können – die Schüler übrigens auch nicht. Dann bekommt man in der Schule Probleme, das muss nicht sein.

Wie kann man denn seine Schrift verändern, wie gehst du vor?

Schrittweise. Jeder schreibt erstmal, wie er gewöhnlich schreibt, damit wir wissen, was individuell zu tun ist. Nachdem die Schriftanalyse durch ist, knöpfen wir uns jene Buchstaben vor, die noch nicht so gelungen sind. Bei manchen sind die Kreise beim a oder o nicht Kreise, sondern Dreiecke, andere ärgert ihr kleines r. Doch es geht nicht nur um Buchstaben, sondern um den gesamten Schreibprozess: um die Wahl des passenden Schreibgeräts, die Stifthaltung, den Druck der Hand auf Stift und Papier, die Größe und Neigung der Schrift, die Form und der Abstand der Buchstaben, Ober- und Unterlängen, die Ausführung der einzelnen Drehbewegungen beim Schreiben, nicht zuletzt um die eigene Einstellung gegenüber dem Schreiben. Einstellung heißt ja, dass ich mich einstellen kann.

Klingt kompliziert.

Ist es nicht, wir probieren nur eine Menge aus, damit das Schreiben leichter fällt und die Schrift schöner wird. Die Schüler staunen dann, was alles möglich ist.

Heißt das, dass jeder eine schönere Handschrift haben kann?

Ja, das heißt es. Ich selbst war anfangs skeptisch, habe dann aber gesehen, was möglich ist, wenn man aus seinem Schreibtrott ausbricht und der ganzen Sache mal etwas mehr Beachtung und Liebe schenkt. Die meisten Nicht-so-schön-Schreiber sind ja frustriert, weil sie dauernd getadelt werden. Aber niemand zeigt ihnen, wie man es macht. Das würde mich auch frustrieren.

Wie gelingt es dir, trotz der Gruppensituation auf jeden einzelnen einzugehen? Funktioniert das überhaupt?

Wir halten die Gruppengröße überschaubar, damit ich mich um jeden einzelnen kümmern kann. Wir erarbeiten dann gemeinsam die verschiedenen Buchstabengruppen, basteln an Wörtern herum, die das enthalten, was wir suchen und verbessern wollen. Das ist ein kreativer Prozess. Am Ende steht ein kleiner Text in neuer Schrift. Der Kurs ist systematisch aufgebaut, wer eine Übung beherrscht und mit sich zufrieden ist, geht schon mal weiter. Wer länger braucht, bekommt mehr Zeit, gar kein Problem. Es geht ja um den individuellen Lernfortschritt, nicht um Gleichmacherei. – Zur Beruhigung auch dies noch: Jeder behält natürlich seine eigene Handschrift, etwas anderes ist auch gar nicht möglich. Aber eben eine sehr viel schönere eigene Handschrift.

Ab welchem Alter ist der Besuch eines Schönschreibkurses möglich?

Ab der 5. Klasse, denke ich, aber manche Viertklässler waren auch schon dabei und hatten ihre Erfolge. Wenn die Schüler zu jung sind, fällt es ihnen sonst noch zu schwer, eineinhalb Stunden zu schreiben oder aufmerksam zu sein.

Müssen die Schüler anfangs ein wenig motiviert werden? Oder kommen sie freiwillig und sind bereits wild entschlossen, ihre Schrift jetzt endgültig zu verbessern?

Beides gibt es. Manche fühlen sich geschickt, dann sitzen sie da – was nun? Andere wollen es wirklich wissen, die haben keine Lust mehr, dauernd angemeiert zu werden. „Schreib ordentlicher!“ „Du musst an deiner Schrift arbeiten!“ „Unleserlich!“

Wie motivierst du die, die geschickt wurden?

Die Motivation kommt über die Gruppe und das gemeinschaftliche Tun. Wir tun etwas, wir quatschen nicht rum. Schreiben macht Spaß, wir lachen viel. Was ich ihnen bieten kann, ist meine Begeisterung für Schrift und schönes Schreiben, das wirkt ansteckend. Kaum sehen die Schüler, dass sie tatsächlich anders schreiben können als bisher, sind sie voll dabei. Erfolg macht Lust auf mehr Erfolg, das Schöne gefällt. Menschen wollen stolz sein auf sich und brauchen Anerkennung. Die bekommen sie – durch andere, aber auch durch sich selbst. Ist doch eine erstaunliche Entdeckung, dass man etwas kann!

Was sind die Bonbons deines Kurses?

Eine Fahrt auf der kurvenreichen Formel-1-Strecke mit Tafelkreide, wer als erster heil ins Ziel kommt, gewinnt.

 

Buchung unter: www.lernwerk.de/nachhilfe/ferien-workshops.html

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Endlich Spaß am Lesen! () http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/endlich-spass-am-lesen.html http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/endlich-spass-am-lesen.html Wed, 25 Jan 2017 09:56:00 +0100 Weihnachten ist vorbei. Unter dem Baum war auch das eine oder andere Buch zu finden. Für einige Kinder gibt es nichts Schöneres, als sich bei diesem schlechten Wetter einzukuscheln und ein Buch zu le...Weihnachten ist vorbei. Unter dem Baum war auch das eine oder andere Buch zu finden. Für einige Kinder gibt es nichts Schöneres, als sich bei diesem schlechten Wetter einzukuscheln und ein Buch zu lesen. Für andere ist ein Buch kein Geschenk, sondern eine wahre Zumutung. Lesen ist für diese Kinder anstrengend, sinnlos und macht überhaupt keinen Spaß. Ein gut gemeintes „Wenn dir langweilig ist, lies doch mal etwas.“ führt zu großer Verwunderung und Abwehr, denn das ist ja gerade das Problem am Lesen: Es ist langweilig.

Menschen, die Lesen lieben, können das nicht nachvollziehen.

Wo liegt der Unterschied zwischen Menschen, die das Lesen lieben, und denjenigen, die das nicht tun?

Menschen, für die Lesen Freude und Erfüllung bedeutet, können sich während des Lesens gleichzeitig den Inhalt vorstellen und etwas dabei empfinden. Das hat sich immer wieder in meinen Gesprächen herausgestellt. Sie leben quasi in dem Buch und fühlen mit den Hauptpersonen mit. Kinder oder Erwachsene, die nicht gerne lesen, können kein Kopfkino anschalten. Das heißt noch nicht mal, dass sie schlecht lesen können, nur haben sie diesen Trick bisher einfach nicht raus. Das kann man aber lernen! Wichtig hierbei ist, dass man langsam liest und nach jedem Satz stoppt. Nun versucht man sich das Gelesene vorzustellen. Erst dann nimmt man sich den nächsten Satz vor. Schon nach kurzer Zeit gelingt Vorstellen, Mitempfinden und Lesen gleichzeitig.

Kopfkino einschalten ist also mein erster Tipp und hier folgen weitere:

Voraussetzungen schaffen

Wer nicht lesen kann, kann das Lesen auch nicht üben. Er muss es also erst erlernen! Wer seinen Lesefluss nicht trainiert, kann auch keinen Spaß am Lesen haben. So einfach ist das. Also braucht man zuerst die perfekte Technik, um alle Laute und Lautverbindungen einzuspeichern. Besonders gut einprägen muss man sich die Vokal- und Konsonantenverbindungen. Hilfreich ist auch das Einprägen ganzer Wörter, die häufig vorkommen, wie z. B. „ist“ und „weiß“. Zu Beginn müssen die Lesetexte möglichst lautgetreu sein. Nach jedem Satz innehalten und überlegen, was passiert ist, sich in Ruhe eine Vorstellung machen, in sich hineinfühlen und über Inhalte sprechen.

Das richtige Buch finden

Zugegeben, viele einfach zu lesende Bücher sind fürchterlich öde. So muss man manchmal lange suchen, um das richtige zu finden. Wenn man lesen kann, hilft ein ansprechendes, wenn vielleicht auch etwas schwierigeres Buch mit einem interessanten Inhalt weiter. Viele Kinder lesen nie ein Buch zu Ende, weil ihr Lesekönnen noch auf „Tom der Bär“-Niveau ist, sie sich aber eigentlich für Robinson Crusoe interessieren.

Gemeinschaft erleben

Wenn alle das Gleiche tun, ist es leichter. Deshalb hilft es ungemein, wenn alle Familienmitglieder eine regelmäßig festgelegte Lesezeit ausmachen. Zuerst z.B. 30 Minuten immer sonntags. Nun trifft man sich im Wohnzimmer, jeder mit seinem Buch und einer Tasse Tee. Ein gemütliches Ritual, was die Freude am Lesen fördert.

Über Gelesenes sprechen

Wie, die Lesezeit ist schon zu Ende? Kurz über das Gelesene sprechen! Wer sich über Bücher austauscht, behält mehr von dem Inhalt im Kopf. Bemerkt ein Kind, dass seine Eltern ein Interesse an seinem Buch haben, vergrößert dies den Spaß am Weiterlesen.

Buchtipps:

Erstlesebücher

  • Der Buchstabenfresser von Paul Maar (Oettinger)
  • Das große Buch von Frosch und Kröte von Arnold Lobel (dtv Junior)
  • Schulgeschichten vom Franz von Christine Nöstlinger (Oettinger)
  • King Kong, das Liebesschwein (und andere) von Kirsten Boie (Oettinger)
  • Als Klein-Ida auch mal Unfug machen wollte von Astrid Lindgren (Oettinger)
  • Pipi plündert den Weihnachtsbaum von Astrid Lindgren (Oettinger)

Etwas Fortgeschritten

  • Win Dixie von Kate Di Camila (dtv Junior)
  • „Oma!“ schreit der Frieder von Gudrun Mebs (Carlsen)
  • Wir Kinder aus Bullerbü von Astrid Lindgren (Oettinger)
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Vergleich von G8 gegen G9, ein Gänsehautmoment () http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/vergleich-von-g8-gegen-g9-ein-gaensehautmoment.html http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/vergleich-von-g8-gegen-g9-ein-gaensehautmoment.html Thu, 23 Jun 2016 12:54:00 +0200 Am Dienstag, 21.6.2016 erschien auf der Website des Spiegel ein Artikel mit der Überschrift "Abitur nach zwölf Jahren: Das irrationale Geschacher um G8". Nachzulesen ist er hier: http://www.spiegel.d...Am Dienstag, 21.6.2016 erschien auf der Website des Spiegel ein Artikel mit der Überschrift "Abitur nach zwölf Jahren: Das irrationale Geschacher um G8". Nachzulesen ist er hier: http://www.spiegel.de/schulspiegel/abitur-nach-zwoelf-jahren-was-hat-g8-gebracht-a-1097395.html.

Vordergründig ist der Artikel interessant, weil er verdeutlicht, dass Schülerinnen und Schüler, die auf ihrem Gymnasium G8 durchlaufen, gestresster sind. Nun, wir  kennen das Problem, denn wir kennen die verzweifelte Suche vieler Berliner Eltern nach guten Sekundarschulen, trotz einer Gymnasialempfehlung ihrer Kinder.

Merkwürdig ist wirklich das Ergebnis, zu welchem Herr Trautwein durch seine Forschung kommt! Nämlich, dass der Unterschied zwischen G8 und G9 gar nicht so signifikant sei und „da muss man nicht in Hysterie verfallen."

Mir persönlich haben die Ergebnisse eine Gänsehaut beschert. Sie entsprechen genau unserer Lebenswirklichkeit: Wie viele Kinder sagten, dass sie müde und erschöpft sind. Wieviel Kopf- und Bauchschmerzen wurden da sowohl in G8 als auch in G9 angegeben?! Sind wir so abgestumpft gegen die Schulnöte unserer Kinder, dass wir diesen Zahlen so auswerten: Bloß nicht dramatisieren,  Schülerinnen und Schüler mit G8 haben „nur ein bisschen mehr“ Bauchschmerzen und Stress als G9-Schüler. Wie schade, dass dies der Spiegel-Artikel nicht kritischer beleuchtet hat.

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Schulreife – einschulen ja oder nein? () http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/schulreife-einschulen-ja-oder-nein.html http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/schulreife-einschulen-ja-oder-nein.html Tue, 12 Apr 2016 16:12:00 +0200 Ich war in Stuttgart bei guten Freunden von mir. Beim Kaffeetrinken kam das Thema auf, was eigentlich das selbstständige Anziehen einer Jacke mit der Schulreife zu tun hat. Die Diskussion entbrannte ...Ich war in Stuttgart bei guten Freunden von mir. Beim Kaffeetrinken kam das Thema auf, was eigentlich das selbstständige Anziehen einer Jacke mit der Schulreife zu tun hat. Die Diskussion entbrannte durch eine Mutter, weil eine Kindergärtnerin abgeraten hatte, ihren Kai dieses Jahr schon zur Schule zu geben, da er sich nicht allein die Jacke anziehen könne.

Wenn ich privat unterwegs bin, ducke ich mich normalerweise bei Schulthemen weg, aber ich fühlte die echte Ratlosigkeit.

Es ist gar nicht leicht zu verstehen, was anders daran sein soll, in den Kindergarten zu gehen oder die Schule zu besuchen und was Schulreife von Intelligenz unterscheidet. Kai ist intelligent, er spricht sehr gut, weiß viel für sein Alter – warum also sollte er noch ein Jahr im Kindergarten „vertrödeln“, nur weil er sich nicht anziehen kann? Um in der Schule zurecht zu kommen, braucht man Selbstständigkeit und man muss auf Aufforderung reagieren. Das heißt, wenn der Lehrer sagt, dass man sein blaues Deutschheft, die Federtasche sowie sein Hausaufgabenheft herausholen möge, so hat das Kind in der Schule Erfolg, das dies pronto erledigt. Kai würde zuschauen, was die anderen tun, das sehe ich ihm schon beim Kuchenessen an. Niemand wird ihm in der Deutschstunde beim Öffnen der Schultasche behilflich sein, niemand ihm in der Pause die Jacke anziehen. Kai kann die Kuchenstücke zählen, aber er gibt nicht gern eins ab, teilen kann er noch nicht. In der Schule muss man sich melden, kommt vielleicht nicht dran, obwohl man es genau weiß! Man ist einer von vielen. Beim schulreifen Kind erwacht die Rationalität, es bemerkt, dass es nicht immer an der Reihe sein kann. Ein schulreifes Kind versteht Aufforderungen nur über das Ohr und setzt sie um, es handelt nicht nach dem Lustprinzip, sondern kann sich gegen sich selbst (einen Moment) durchsetzen. Es fängt an, selbstständig zu sein. Alle Klugheit würde Kai nichts nützen, er würde angetrieben, gemaßregelt und gedämpft werden und schließlich enttäuscht von der Schule sein, denn er ist nicht schulreif.

Vorsichtig versuche ich meine Meinung am Kaffeetisch in Worte zu fassen – dass die Kindergärtnerin Recht hat. Viele von Kais Freunden werden jetzt zur Schule kommen. Was nach Langeweile aussieht, bietet ihm eine Chance, einmal der Große zu sein. Er könnte ja zusätzlich einen Mannschaftssport beginnen. Ein Jahr später hat er die besten Chancen in der Schule zu genügen. Bis dahin sollte er mit selbstständig lösbaren Aufgaben seine Anstrengungsbereitschaft trainieren und viel spielen!

„Ja, wenn du das so erklärst, versteh ich die Sache mit der Jacke“, sagt Kais Mutter, „das musst du mal für andere Eltern aufschreiben…“

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Mathematik und Mädchen – meine Einschätzung zur Pisa-Analyse () http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/mathematik-und-maedchen-meine-einschaetzung-zur-pisa-analyse.html http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/mathematik-und-maedchen-meine-einschaetzung-zur-pisa-analyse.html Fri, 12 Feb 2016 16:06:00 +0100 Ich lese den Spiegelbericht über die Pisa-Ergebnisse zum Thema Mathematik und gebe es offen zu: Ich war lange ein Low-Performer, ich bin ja auch ein Mädchen… Ich weiß noch, wie ich in der ersten Kla...Ich lese den Spiegelbericht über die Pisa-Ergebnisse zum Thema Mathematik und gebe es offen zu: Ich war lange ein Low-Performer, ich bin ja auch ein Mädchen…

Ich weiß noch, wie ich in der ersten Klasse saß und überlegt habe, woher bloß meine Freundin Dörthe die Antwort wissen konnte. Ich habe die Angst vor Mathematik gelernt, als wir in der Klasse im Stehen Kopfrechenaufgaben lösen mussten. Wenn man die richtige Lösung hatte, durfte man sich wieder hinsetzen. Als Zahlen in der Mathematik keine große Rolle mehr spielten, wurde es besser. Und in der 13. Klasse kam dann Herr Blume! Er brachte mir vor allem eins bei: dass ich DOCH Mathematik kann.

Ob man ein Low-Performer wird, hängt zu Beginn der Schule von der Zahlenvorstellung eines Kindes ab - ob man einer bleibt, von den Lehrern die man trifft. Was als wichtige Möglichkeit fehlt, Schüler vor dem Matheversagen zu bewahren, ist eine andere Art der Stoffvermittlung sowie die Frage, warum derart viel Mathematik so entscheidend für unsere Abschlüsse sein muss.

Im Fach Mathematik geht eigentlich sofort nach der Einschulung die Schere innerhalb einer Klasse auf. Einige Kinder haben ein Naturtalent und rechnen mühelos, ohne es gelernt zu haben, andere plagen sich damit, die Zahl fünf in Form und Bedeutung zu erfassen. Da helfen auch kein Fleiß, häusliche Übungsaufgaben und viele Ausfüllbögen. Versteht man Mathematik nicht, so müssen ausgeklügelte Techniken her, um eine Zahlenvorstellung herbeizuführen. Allein die Analyse, warum ein Kind einen Rechenweg nicht versteht, an welcher Stelle es falsch abbiegt, ist so aufwändig, dass sie in einer Klasse kaum zu leisten ist. Weil es in Mathematik nur richtig oder falsch gibt und kann ich oder kann ich nicht, entwickeln sich in diesem Fach besonders starke Ängste. Diese werden natürlich nicht durch Wiederholen einer Klasse aufgehoben - im Gegenteil! Auch bringt halt Üben und Wiederholen nichts, da man Mathe verstehen muss. Um bei älteren Schülern, die in Mathematik echte Probleme haben, etwas zu erreichen, muss man im Urschleim des Mathematischen anfangen! Daher wäre ein weiterer guter Schritt, zusätzlich zu den in der Pisa-Auswertung gestellten Forderungen: andere Techniken der Stoffvermittlung, andere Bewertung der Mathematikleistung, zum Beispiel den Fortschritt eines Kindes und mehr Möglichkeiten einen Schulabschluss zu erlangen durch weniger hohe Mathematik (Wahlmöglichkeit). Denn uns sollte klar sein, dass jeder Schüler, der seinen Schulabschluss nicht schafft, weil er Mathematik nicht kann, in Wirklichkeit einen Beruf erlernen könnte!

Danke nochmal, Herr Blume! Ohne Sie wäre das mit meinem Abitur nichts geworden…

Mein Matheheft ]]>
Nachhilfe – wann ist sie sinnvoll? () http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/nachhilfe-wann-ist-sie-sinnvoll.html http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/nachhilfe-wann-ist-sie-sinnvoll.html Mon, 04 Jan 2016 15:19:00 +0100 Gerade komme ich aus einem netten Gespräch mit einem Schüler der 6. Klasse. Er war schlau und willig, aber ziemlich verplant. „Ich kann den Stoff eigentlich, aber dann versau ich mir mit Leichtsinns-...Gerade komme ich aus einem netten Gespräch mit einem Schüler der 6. Klasse. Er war schlau und willig, aber ziemlich verplant. „Ich kann den Stoff eigentlich, aber dann versau ich mir mit Leichtsinns-Fehlern immer meine Noten!“ Ein Blick auf die Klassenarbeit und ich muss ihm Recht geben. Hier Plus mit Minus verwechselt, da etwas so unleserlich geschrieben, dass er seine eigenen Zahlen falsch übertragen hat. Würde bei diesem Schüler Nachhilfe wirklich helfen? Im herkömmlichen Sinne sicher nicht - also Hausaufgaben machen und den Stoff üben.

Was dieser Schüler jedoch sehr gut lernen kann und sofort in gute Noten umsetzen wird, ist ein neues Schriftbild und deutlicher geformte Zahlen. Außerdem riet ich ihm dazu, das Lernen zu erlernen, um sich selbst besser zu strukturieren und so mehr Verantwortung für seine Schulangelegenheiten zu übernehmen. Nachhilfe kann also verschieden aussehen und sollte auf die Bedürfnisse des jeweiligen Schülers zugeschnitten werden. Sie muss ihm immer Hilfe zur Selbsthilfe geben! Weil viele Eltern dieses Thema interessiert, interviewte mich Gritt Ockert von der KIEK MAL, einer Kinder- und Familienzeitung, zu diesem Thema:

Artikel "Nachhilfe - wann und wie ist sie sinnvoll?" www.kiekmal-online.de

Zum besseren Nachlesen gibt es das Interview hier nochmal in Textform. Vielen Dank an die KIEK MAL ( www.kiekmal-online.de )!

Das Schulhalbjahr nähert sich dem Ende, die Zeugnisse stehen an. Wenn im Moment die Nachrichten aus der Schule nicht die besten sind, fragen sich viele Eltern, ob sie für ihr Kind Nachhilfe suchen sollten. Wann es sinnvoll ist und wie gute Nachhilfe aussieht, darüber sprach KIEK MAL-Redakteurin Gritt Ockert mit der Fachfrau Swantje Goldbach, pädagogische Leiterin der bekannten Nachhilfeschule Lernwerk, die in ganz Berlin vertreten ist.

Nachhilfe – wann und wie ist sie sinnvoll?

Frau Goldbach, wann ist Nachhilfe sinnvoll?

Nachhilfe ist dann sinnvoll, wenn ein Kind aus eigenem Antrieb in einem Fach nicht mehr weiterkommt und den Anschluss verloren hat. Eine solche Hürde ist dann auch mit Fleiß nicht mehr zu bewältigen.

Sollen schon Erstklässler Nachhilfe in Anspruch nehmen?

Bevor ein Erstklässler Nachhilfe bekommt, sollte man sorgfältig prüfen, warum das überhaupt notwendig ist. Wenn Nachhilfe stattfindet, dann muss ein Spezialist ran. Für die Jüngsten ist es zu anstrengend, Nachhilfe nachmittags nach der Schule stattfinden zu lassen. Lieber sollten die Schulferien genutzt werden, um in ruhiger Atmosphäre und mit viel Spaß über alle Sinne zum Beispiel die Buchstaben zu erlernen.

Wie viel Nachhilfe ist sinnvoll?

Ein Schüler sollte nicht öfter als zwei Mal in der Woche Nachhilfe bekommen. Geht es um mehrere Schulfächer, sollte man an den Lernstrategien arbeiten. Eine Förderung sollte Hilfe zur Selbsthilfe vermitteln und prinzipiell nur eine „Kurzintervention“ sein.

Wann darf man eine Verbesserung der Noten erwarten?

Zuerst darf man erwarten, dass das Kind sehr schnell mehr Selbstbewusstsein bekommt, dem Fach zugewandter ist und sich in der Schule mehr einbringt. Es ist je nach Fach unterschiedlich, wie schnell Erfolge zu Buche schlagen. Es gibt resistentere Fächer, wie die Sprachen, in denen viele Vokabeln einfach sitzen müssen, und es gibt Fächer, in denen sich eine schnellere Notenverbesserung einstellt. Hierzu gehören ganz klar die Nebenfächer.

Gibt es immer Lernerfolge oder auch „hoffnungslose Fälle“?

Tatsächlich kann es sein, dass in einem Fach mal „der Zug abgefahren“ ist. Daher sollte man nicht immer in das schlechtere Fach investieren, sondern versuchen, sich dort durch fleißig gemachte Hausaufgaben und etwas Mitarbeit so lang über Wasser zu halten, bis man das Fach abwählen kann oder bis es einen Lehrerwechsel gibt, wenn man mit dem bisherigen Lehrer einfach nicht zurechtkommt. Man sollte parallel Zeit und Energie für ein anderes Schulfach aufwenden, in dem man sich gut verbessern kann. Eine ordentliche Taktik ist alles: Vor Beginn einer Nachhilfe müssen in einem Erstgespräch die Situation analysiert und ein Plan aufgestellt werden.

Wie gehen Sie auf die unterschiedlichen Lerntypen ein?

Wir arbeiten im Lernwerk lerntypengerecht für das Kind und vermitteln die richtigen Lerntechniken. Wenn ein Schüler z.B. übers Fühlen bzw. Tun lernt, muss z.B. für das Üben von Wortarten ein Wortarten-Memory gebastelt werden. Viele Schüler speichern Wissen gut ab, wenn sie in unserem Unterricht viel selbst sprechen. In der Schule können sie ihr neues Wissen in der mündlichen Mitarbeit gleich einbringen und werden als motivierte Schüler wahrgenommen.

Darf Nachhilfe Spaß machen?

Nachhilfe soll Spaß machen und sie tut es auch, wenn sie gut ist. Schüler wollen den Lernfortschritt und mögen es, Dinge richtig zu können – hier muss man ansetzen! Jedes Kind möchte ein guter Schüler sein.

Sie haben jetzt 9 Standorte in Berlin. Gibt es in Ihren Einrichtungen auch Angebote für Eltern?

Regelmäßig finden interne Weiterbildungen für unsere Lehrkräfte statt, welche oft spannende Themenabende sind und für die Eltern unserer Schüler geöffnet werden. Wir klären Eltern zusätzlich in Fachvorträgen über interessante Themen auf, wie Mediennutzung, Lernen in der Pubertät und allgemein über die Entwicklungsphasen ihrer Kinder. Die aktuellen Termine können immer auf unserer Internetseite und in unserem Newsletter eingesehen werden.

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Pisa-Studie zu Computerkompetenzen – was sagt uns das eigentlich? () http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/pisa-studie-zu-computerkompetenzen-was-sagt-uns-das-eigentlich.html http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/pisa-studie-zu-computerkompetenzen-was-sagt-uns-das-eigentlich.html Wed, 16 Sep 2015 13:32:00 +0200 „An deutschen Schulen teilen sich vier Neuntklässler einen Computer. Damit liegt Deutschland unter 34 OECD-Ländern an 28. Stelle (…)“, so berichtet der Tagesspiegel in seiner Online-Ausgabe über die ...„An deutschen Schulen teilen sich vier Neuntklässler einen Computer. Damit liegt Deutschland unter 34 OECD-Ländern an 28. Stelle (…)“, so berichtet der Tagesspiegel in seiner Online-Ausgabe über die heute erschienene Pisa-Studie zur Computerkompetenz.

Dass mehr Computer für unsere Schülerinnern und Schüler ihre Leistung nicht besser machen, sondern höchstens noch mehr Geld versenken, das sinnvoller ausgegeben könnte, ist meine Meinung dazu. Tatsächlich konnte auch die OECD keinen Zusammenhang zwischen guter Computerausstattung einer Schule und einem guten Pisa-Ergebnis feststellen.

Uns ist allen klar, dass Schüler im jugendlichen Alter– egal aus welcher sozialen Schicht - zuhause einen eigenen Computer haben. Tatsächlich nutzen 15-Jährige an jedem Wochentag über zwei Stunden lang das Netz. Dies leider nicht nur zu Bildungszwecken. Was die Schule also tun könnte, wäre ihren Schülerinnen und Schülern zu helfen, das Internet zum Lernen zu nutzen.

Für mich wäre das als erstes einmal, eine sehr gute und effektive Lesetechnik zu vermitteln, die es möglich macht, Informationen schnell zu sichten und gut auszuwählen.

Als zweites müssen Schüler lernen, die Informationen aus dem Netz für sich selbst zu nutzen, zu verarbeiten und anzuwenden. Hier wäre eine Vermittlung interessanter Techniken sinnvoll und hilfreich. 

Als drittes müssten die Schüler den Umgang mit dem eigenen Gehirn erlernen. Wann ist die richtige Zeit, um am Rechner zu arbeiten, wann brauche ich eine Pause? Oftmals ist direkt nach der Schule das Gehirn überlastet. Der darauffolgende Internetkonsum führt zu keinen sinnvollen Lernergebnissen mehr. Jeder von uns kennt dieses Hängenbleiben im Netz, das nur vermeintlich zu Entspannung führt. Die Schüler werden dadurch eher mehr überlastet und können sich nicht sinnvoll auf die nächste Klausur oder das Referat vorbereiten. Also auch echtes Abschalten muss gelernt sein.

Einen Computer zu benutzen ist für Schüler von heute kein Problem - sie finden mühelos ihren Weg durchs Internet. Ihn sinnvoll für die Schule zu nutzen, Inhalte hoher Qualität zu erkennen und sich nicht zu verzetteln würde ihre Computerkompetenz erheblich steigern und sich sicherlich auch in den Ergebnissen widerspiegeln.

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Im Interview zu unseren TopTeacher-Kursen () http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/im-interview-zu-unseren-topteacher-kursen.html http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/im-interview-zu-unseren-topteacher-kursen.html Fri, 03 Jul 2015 15:33:00 +0200 Ich habe heute einem interessierten Mitarbeiter ein Interview zu unseren neuen TopTeacher-Kursen gegeben. Sehen Sie hier das spannende Ergebnis: Die Sommerferien stehen vor der Tür, die Schüler habe...Ich habe heute einem interessierten Mitarbeiter ein Interview zu unseren neuen TopTeacher-Kursen gegeben. Sehen Sie hier das spannende Ergebnis:

Die Sommerferien stehen vor der Tür, die Schüler haben bereits ihre Abschlussnoten für das vergangene Schuljahr in der Tasche. Doch viele richten ihren Blick bereits auf die neue Schulphase, die nach den Sommerferien beginnen wird: Die 6.-Klässler wechseln von der Grund- auf die Oberschule, für Schüler der 9. Klasse startet nach den Ferien ihr MSA-Prüfungsjahr und die Abiturienten werden im kommenden Schuljahr ihre Abiturprüfungen ablegen.

Für diese entscheidenden Schulphasen gibt es im Lernwerk in den Sommerferien einen ‚TopTeacher-Ferienkurs‘. Hier sollen die wichtigsten Grundlagen und Voraussetzungen für diese entscheidenden Schuljahre geschaffen werden. Die TopTeacher-Ferienkurse werden von besonders erfahrenen und geschulten Lehrern geleitet, die sich intensiv mit den Herausforderungen beschäftigt haben, die mit Schulübergängen und den Prüfungsjahren für das MSA und das Abitur verbunden sind.

Ich habe bei der Gründerin und Pädagogischen Leiterin des Lernwerks Swantje Goldbach und bei der Leiterin des Lernwerks in Steglitz Juliane Oldenburg nachgefragt, was das Besondere an den neuen TopTeacher-Ferienkursen ist und was die Schüler in diesen Kursen erwartet.

Nathaniel Mandal: „Wie ist die Idee zu den TopTeacher-Kursen entstanden und was ist das Besondere an diesem Konzept?"

Juliane Oldenburg : „An dem Konzept für diese Kurse arbeiten wir schon lange und in unserem Einzelunterricht haben wir viel Erfahrung für die Umsetzung der Idee gesammelt. Schüler in besonderen Situationen und Phasen ihrer schulischen Laufbahn müssen im Lernwerk im Fokus stehen. Dabei geht es vor allem um den Übergang von der Grund- auf die Oberschule und die Prüfungsjahre zum MSA bzw. Abitur. So versuchen wir Schülern der 6. Klasse, die beispielsweise nach den Ferien aufs Gymnasium wechseln werden, bei Startschwierigkeiten zu helfen und sie dabei zu unterstützen, einen möglichst guten Übergang von der Grundschule auf die Oberschule zu schaffen. Wir behandeln daher insbesondere Themen, die zu Beginn der 7. Klasse immer wieder vorkommen, wie z.B. die Bruchrechnung in Mathe oder die verschiedenen Zeitformen im Englischen.“

Nathaniel Mandal : „Wie genau ist die Herangehensweise bei diesen Kursen und welche Ziele verbinden Sie damit?“

Swantje Goldbach : „Wir haben auf diesem Gebiet schon 18 Jahre Erfahrung. Bei uns im Lernwerk sind überdurchschnittlich viele Kinder, die mit Schwellenthematiken bzw. Schulübergangsproblemen zu kämpfen haben. Der Übergang von der Grund- zur Oberschule ist bei den Schülern oftmals angstbesetzt. Viele Kinder, die zu uns kommen, sind ängstlich oder verunsichert und wissen nicht, was alles auf sie zukommt. Das Lernwerk und unsere TopTeacher-Kurse sollen diesen Schülern einen Schutzraum bieten und ihnen Mut für ihren neuen Schulabschnitt machen. Auch geht es darum, sich in der Klasse und bei den Lehrern als guter Schüler zu etablieren und einen ersten guten Eindruck zu hinterlassen.“ 

Nathaniel Mandal : „Was erwartet Schüler, die sich auf ihr MSA-Prüfungsjahr vorbereiten wollen bzw. Abiturienten im TopTeacher-Ferienkurs?“

Juliane Oldenburg : „Die TopTeacher-Kurse eignen sich insbesondere auch sehr gut für die Vorbereitung auf das MSA-Prüfungsjahr, d.h. für den Übergang von der 9. zur 10. Klasse. Hierbei sollen die wichtigsten Grundlagen für das Prüfungsjahr geschaffen und erarbeitet werden, sodass die Schüler einen guten Überblick darüber erhalten, was im letzten Jahr auf sie zukommt und von ihnen verlangt wird. Desweiteren bieten wir unsere TopTeacher-Ferienkurse für Abiturienten in der Oberstufe an. Auch hier geht es darum, den Schülern einen möglichst umfassenden Eindruck über die inhaltlichen Anforderungen und thematischen Schwerpunkte des Abiturjahres zu vermitteln sowie die wesentlichen Fertigkeiten für die Abiturprüfungen zu trainieren und abzusichern.“ 

Nathaniel Mandal : „Viele Schüler nutzen die Sommerferien um mit ihren Eltern zu verreisen oder um anderen außerschulischen Beschäftigungen nachzugehen, zu denen sie während des Schuljahres oft nur selten kommen und für die sie sonst nur wenig Gelegenheit haben. Warum ist es aus Ihrer Sicht dennoch sinnvoll insbesondere in den Sommerferien einen solchen Kurs bei Ihnen zu belegen?“

Swantje Goldbach : „Ein wichtiger Punkt, den man nicht unterschätzen sollte, ist, dass Schüler oft schon eine starke Eigenmotivation zum Lernen mitbringen. Indem sie unseren Ferienkurs besuchen, bekommen sie das Gefühl ihre Ferien auch für die Schule produktiv genutzt zu haben. Die Sommerferien sind ja sehr lang und gerade der Übergang von der Grund- auf die Oberschule ist für viele Schüler ein Quantensprung. Daher ist es gut und sinnvoll sich eine Woche lang intensiv auf die bevorstehenden Aufgaben und Anforderungen vorzubereiten, die mit dem neuen Schulabschnitt verbunden sind.

Im Grunde genommen ist Lernen die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln und sich gut zu fühlen. Auch bei Kindern kann man feststellen, Lernen gehört zu den schönsten Erfahrungen, die wir haben oder machen können.“

Nathaniel Mandal : „Was ist ihrer Meinung nach das Grundgeheimnis des Lernwerks und der Ferienkurse?“

Swantje Goldbach : „Es geht vor allem um zwei entscheidende Dinge: Achtsamkeit und Anerkennung. Eine Anerkennung, die leistungsunabhängig und bedingungslos ist. Bei uns wird jedes Kind gleich behandelt und ist auch gleich viel wert, egal wie gut oder schlecht es in der Schule ist und welche Noten es mit nach Hause bringt. Das ist die Grundlage. Wir nehmen jedes Kind ernst und akzeptieren seine eigenen Wünsche und Vorstellungen. Das Kind und seine eigene Meinung stehen im Zentrum des Geschehens. Dies versuchen wir bei unseren Lehrmethoden und während unseres Unterrichts zu vermitteln. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass das Lernwerk eine bestimmte Tiefe verkörpert und die Möglichkeit und den Rahmen zur Vertiefung schafft, indem es Zeit für das Kind zur Verfügung stellt, sich mit bestimmten Dingen eingehender zu beschäftigen. Wir geben die Möglichkeit zu verweilen.“ 

Nathaniel Mandal : „Nach welchen Kriterien werden die Lehrer für die TopTeacher-Kurse ausgewählt?“ 

Juliane Oldenburg : „Wir achten bei der Auswahl der Lehrer besonders darauf, wieviel Erfahrung sie bereits mit solchen Übergangs- bzw. Umbruchphasen haben und wie viele Schüler sie schon beim Übergang in den neuen Schulabschnitt unterstützt und begleitet haben.“

Swantje Goldbach : „Vor allem geht es hier auch um eine gute und gründliche Vorbereitung seitens der Lehrer. Auch setzen wir auf das Zutrauen und die Meinung unserer Lehrer. Es sollen nur diejenigen unsere Schüler in den TopTeacher-Kursen unterrichten und betreuen, die sich das auch selbst sicher zutrauen.“

 

Das Interview führte Nathaniel Mandal. Er ist vor zwei Monaten neu ins Lernwerk-Team dazu gekommen und absolviert dort gerade ein 6-monatiges Traineeprogramm. Als neuer Lernwerker wollte er die verschiedenen Angebote und Konzepte im Lernwerk einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen und herausfinden, was es mit den neuen TopTeacher-Ferienkursen genau auf sich hat, die in dieser Form im Lernwerk erstmals in diesen Sommerferien angeboten werden.

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Väter und Schule riis@lernwerk.de (Malte Riis) http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/vaeter-und-schule.html http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/vaeter-und-schule.html Fri, 27 Mar 2015 13:51:00 +0100 Seit 18 Jahren führe ich Krisengespräche und Schulberatungen im Lernwerk durch, bisher etwa 7000 an der Zahl. Gerade eben komme ich von solch einem Gespräch! Die Schule – selbst wenn es ganz dicke k...Seit 18 Jahren führe ich Krisengespräche und Schulberatungen im Lernwerk durch, bisher  etwa 7000 an der Zahl. Gerade eben komme ich von solch einem Gespräch! Die Schule – selbst wenn es ganz dicke kommt – ist fast ausschließlich Mütterdomäne. Dieser Junge von heute, nennen wir ihn Alex, war sehr nett und erklärte mir zutraulich und redegewandt, wie er seit Jahren unter dem großen Druck seiner Schule leidet. Seine Noten waren im Keller, er selbst erschöpft.

Alex und ich verstanden uns sehr gut, wir waren seinen eigentlichen und tieferen Problemen sehr nahe gekommen und Lösungsideen formierten sich, da unterbrach ich das Gespräch, denn die Mutter schrieb jedes meiner Worte mit. Auf meine Nachfrage sagte sie mir: „Ich mache das, damit ich später so gut wie Sie meinem Mann erklären kann, warum Alex nicht mehr auf dem Gymnasium bleiben kann.“ Wir legten alle eine „Schweigeminute“ ein. „Wo ist ihr Mann jetzt, wenn es ihn interessiert, was ich zu sagen habe?“ Sicherlich keine nette Frage von mir, denn die Mutter war reizend und so bemüht. Auch Alex lehnte sich zurück und verfolgte uns gespannt. „Sein Vater kümmert sich nicht um die Schule, aber er wird sein Veto einlegen, wenn Alex vom altsprachlichen Gymnasium abgehen will.“

Alex‘ Vater ist leider kein Einzelfall, sondern seine Einstellung teilen viele Väter. Schulerfolg – unbedingt! Begleitung und echtes inhaltliches Interesse – nein! Dies ist gerade für Jungen, die zu straucheln beginnen, ein Riesenproblem. Wie genüge ich meinem Vater, wie erringe ich sein Verständnis und seine Anerkennung? Dies ist ein Schlüsselmotiv in der Schulbiografie eines Jungen. Gelingt all dies nicht, hilft das eifrigste Bemühen einer Mutter nichts!

Liebe Väter, wenn Sie Ihre Söhne (und Ihre Töchter) zu starken, glücklichen und erfolgreichen Erwachsenen machen möchten, sollte Ihre innere Haltung sein: Mein Kind ist wichtiger als die Schule. Sprechen Sie mit Ihren Kindern, hören Sie lange zu! Sprecht nicht darüber, wie man schnell Erfolge generieren kann, sondern über Ängste, Sorgen und Nöte. Geschieht dies ernsthaft und mit Geduld, lösen sich viele Schulblockaden wie durch ein Wunder.

Und Alex? Er hat so keine Chancen. Ich machte deshalb den Vorschlag, ein Gespräch zu dritt zu führen. Seine Mutter fragte: „Können Sie das meinem Mann sagen, Frau Goldbach?“

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Anders Rechtschreiben lernen – mein Buch () http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/anders-rechtschreiben-lernen-mein-buch.html http://www.lernwerk.de/blog/beitrag/anders-rechtschreiben-lernen-mein-buch.html Wed, 03 Sep 2014 14:40:00 +0200 Ich kann es selbst nicht glauben, es ist vollbracht! Ich bin stolz. Unschuldig liegt das Buch „Anders Rechtschreiben lernen“ vor mir – mein Buch. Das kleine Ischiglichsambar schaut glücklich vom Cov...Ich kann es selbst nicht glauben, es ist vollbracht!

Ich bin stolz. Unschuldig liegt das Buch „Anders Rechtschreiben lernen“ vor mir – mein Buch. Das kleine Ischiglichsambar schaut glücklich vom Cover. Warum es im grünen Haus lebt, müsst ihr selbst herausbekommen.

Das Buch ist entstanden aus dem: „Schreiben Sie doch endlich mal ein Buch , Frau Goldbach!“ und meinem Wunsch , all meine Erfahrungen und Ideen, die Rechtschreibung betreffen, endlich niederzulegen. Es war nicht gerade leicht. In Wirklichkeit ein Riesenkraftakt. Wie bringt man den echten Sound des Unterrichts und all die lebendigen Sorgen und Nöte von Kindern zu Papier? Wie erklärt man eine jahrelang erprobte Methode so, dass sie nachvollziehbar ist? Ich hatte tatkräftige Hilfe: Viele Schüler und Eltern durfte ich über ihre Rechtschreibsorgen befragen. Lehrer haben meine Methode in ihren Klassen ausprobiert und mir ein Feedback gegeben. Viele Freunde und Lernwerker haben das Skript gelesen und mich ermutigt.

Ich hoffe, dass es euch gefällt, dass es hilfreich für Eltern und Lehrer ist und natürlich für alle Kinder, die Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung haben. Ich wünsche mir, dass meine Methode in Schulen mit ganzen Klassen durchgeführt wird und dadurch immer mehr Kinder Hilfe zur Selbsthilfe erhalten. 

Am tollsten wäre es, wenn mein Buch so viele Leute lesen, dass dadurch ein neuer Trend im Deutschunterricht ausgelöst würde, weg von vorgefertigtem Material und Fehlerschreiben von Kindern!

Hier ein Blick ins Buch

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