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Verweilen ist gut - Früheinschulung abschaffen besser

29.10.2012

Die Zahl der Kinder, die im vergangenen Schuljahr die zweite Klasse wiederholt
haben, ist nach einem Bericht der Berliner Zeitung erneut gestiegen. Bei aller
Kritik an der Hauptursache - der Früheinschulung - sieht die Gründerin und
Pädagogische Leiterin der Reformnachhilfeschule Lernwerk auch ein positives
Zeichen in der gestiegenen Zahl der Verweiler.

"Endlich ziehen mehr und mehr Eltern und Lehrer die Konsequenzen aus der
Einführung von Früheinschulung und jahrgangsübergreifendem Lernen und
lassen die Kinder verweilen. Es ist selbstverständlich, dass Kinder ohne die
nötige Schulreife Zeit brauchen 'nachzureifen'. Früheinschulung und die flexible
Schuleingangsphase gehören deshalb zwingend zusammen. Wenn jetzt mehr
Kinder die Möglichkeit zum 'Verweilen' nutzen, ist das eine gute Nachricht und
kein Alarmsignal!“

Dennoch macht sich Swantje Goldbach, Pädagogische Leiterin vom Lernwerk,
weiter für die komplette Rücknahme der Früheinschulung und die
Wiedereinführung der Vorklassen stark.

Den von den Berliner Grünen konzipierte Gesetzesentwurf zur Änderung der
Schulpflicht lehnt Swantje Goldbach jedoch als unzureichend ab. Die Grünen
möchten Kinder einschulen, die bis zum 30. September sechs Jahre alt
werden. „Dieser Vorschlag greift nicht weit genug“, sagt die Expertin vom
Lernwerk, die seit langem die Rückkehr zum Stichtag 31. August fordert.

In Berlin müssen seit Einführung der Früheinschulung alle Kinder, die bis zum
31. Dezember sechs Jahre alt werden zur Schule. Der Anteil der Eltern, die ihre
schulpflichtigen Kinder entgegen den Vorgaben zurückstellen, bewegt sich nach
Recherchen vom Tagesspiegel mit rund 10 Prozent auf Rekordhöhe.