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Swantje Goldbach über den Film „Alphabet – Angst oder Liebe"

25.10.2013

„China kann kein Vorbild sein“

Swantje Goldbach über den Film „Alphabet – Angst oder Liebe"

Berlin, 25. Oktober 2013

„Jeder weiß, dass die Schule nicht das Leben ist. Mein Leben aber ist die Schule… sie nimmt mir gerade das wichtigste, das ich besitze: Meine Kindheit.“ Gymnasiastin Yakamoz liest fast emotionslos vor, was sie denkt.

Konkurrenzdruck und Pisa-Rankings

Kinder, die durch das Gymnasium gepresst werden. Chinesische Vorzeigeschüler, die von morgens bis abends lernen und vergessen, was es heißt, zu lächeln. Der Dokumentarfilm "Alphabet" (Kinostart 31.Oktober) vergleicht internationale Bildungssysteme, deutet an, wie es anders laufen könnte und stellt Wettbewerbsangst, Konkurrenzdruck und PisaRankings in Frage. Der Untertitel lässt erkennen, was Regisseur Erwin Wagenhofer mit seinem Film zur Diskussion stellt: Angst oder Liebe?

„Angst lähmt die Kinder“,

sagt Swantje Goldbach, Pädagogische Leiterin vom Lernwerk. In ihrer Reformnachhilfeschule lehrt sie, das Lernen richtig zu erlernen und sich dadurch viel Zeit und Aufwand zu ersparen: „Der Ausgleich in Form von Sport, Spielen und Spaß darf nicht auf der Strecke bleiben.“ Individuelle Zuwendung und liebevolle Aufmerksamkeit sind ihr eine Herzensangelegenheit: „Wir wollen selbstbewusste kreative Kinder, die die Schule mit Leichtigkeit meistern und nicht vergessen zu leben.“

„Kinder müssen sich entfalten können“

Der Film deutet an, wie es ist, wenn nicht mehr die Angst unser Bildungssystem beherrscht, sondern Zuwendung, Vertrauen und Liebe. Die LernwerkGründerin unterstützt die Meinung des Filmemachers: „Im Kind ist alles angelegt, sie tragen das Wissen in sich. Es muss sich aber entfalten können! Hier muss in unserem pädagogischen Denken ein Perspektivwechsel stattfinden. Pisa hat uns auf die falsche Fährte geführt. China mit seiner hohen Suizid-Rate bei Jugendlichen kann kein Vorbild sein.“

Für Interviews mit Swantje Goldbach wenden Sie sich bitte an Pressesprecherin Susan Bäthge: susan.baethge@berlin.de, Tel.: 0172 384 5454.