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Sitzenbleiber-Rekord: Aus Turboabitur darf kein Burnout-Abi werden

30.05.2012

Lernwerk fordert von der Schulverwaltung einen neuen Lehrplan

Die Verkürzung der gymnasialen Oberstufe hat die Zahl der Wiederholer in der
11. Klasse verdreifacht, schreibt die „Berliner Zeitung“. Spätestens jetzt müsse
die Vermittlung von jedem Unterrichtsfach neu überdacht und der Stundenplan
angefasst werden, sagt Swantje Goldbach, Gründerin und Pädagogische
Leiterin der Reformnachhilfeschule Lernwerk. Die Zahl der überforderten
Oberschüler offenbare eine grundsätzliche Fehlentwicklung an den Berliner
Gymnasien.

Weniger ist mehr - Diese Weisheit trifft nach Ansicht der Expertin auch auf die
Unterrichtsfülle am Gymnasium zu. Statt kleinteiliges, abrufbares Wissen in
immer kürzerer Zeit in die Schüler zu stopfen, müsse gerade an den
Gymnasien die Fähigkeit zum eigenständigen, vernetzten und in die Tiefe
gehenden Denken und Urteilen gefördert werden. Denn trotz der Konkurrenz
im globalen Wettbewerb sei keiner Gesellschaft mit frustrierten Abiturienten
gedient.

Auch das Wissen um die eigenen Fähigkeiten und Stärken, von PISA-Analysten
der OECD als Schlüsselkompetenz erkannt, komme durch den seit G-8
hoffnungslos überfrachteten Schulalltag zu kurz. „Es geht im Google-Zeitalter
nicht mehr darum, möglichst viele Informationen reproduzieren zu können. Wir
müssen stattdessen lernen, diese endlosen Infos zu strukturieren und für uns
nutzbar zu machen. Das Lernen bis zur nächsten Klausur, wie wir es jetzt
haben, bringt den Schülern im späteren Leben nichts“, sagt Swantje Goldbach.
Dass immer weniger Abiturienten wissen, welche berufliche Laufbahn sie
einschlagen sollen, wundert sie nicht.