Jetzt zum kostenlosen Beratungsgespräch anmelden: 030 / 53 000 50
anmeldung.html#loginerror
anmeldung.html#activationerror
 
 
 
 

Schulausschuss berät über Früheinschulung – Lernwerk plädiert für Befreiungsschlag

13.02.2012

Morgen (14.2.) befasst si ch der Schul ausschuss des Berl i ner
Abgeordnetenhauses mit der umstrittenen Einschulungsregelung. Seit dem
Schuljahr 2005/2006 müssen auch Fünfeinhalbjährige zur Schule. Während
andere Bundesländer nach Protesten ihre Früheinschulungspolitik
zurückgenommen haben, hält Berlin an seiner radikalen Regelung fest. Die
Fraktion der Grünen hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der den Stichtag des
Geburtstages des Kindes vom 31. Dezember auf den 31. September
verschiebt. Der Reformnachhilfeschule Lernwerk geht dieser Vorschlag nicht
weit genug. Die Pädagogen empfehlen stattdessen den 30. Juni als Stichtag.

Neun der 16 Bundesländer haben sich schon für den 30. Juni als generellen
Stichtag entschieden. Zu Recht, wie Swantje Goldbach, Gründerin und
Pädagogische Leiterin vom Lernwerk, betont. Die von den Grünen angepeilte
Verschiebung um ein Vierteljahr hält sie für halbherzig. „Die Eltern brauchen
vor allem eins: Nämlich endlich die Sicherheit, dass sie ihr Kind schulreif in die
Schule geben. Diese Gewissheit können sie bei einem fünfjährigen Erstklässler
nicht haben“, begründet Swantje Goldbach ihren Standpunkt.

Jüngeren, schulreifen Kindern könnte durch eine „Kann-Kind“-Regelung die
frühere Einschulung ermöglicht werden. Nicht schulreife Kinder sollten in
verlässlichen Vorschulklassen aufgefangen werden, fordert die Pädagogin.

Swantje Goldbach kritisiert seit Jahren die Früheinschulungspolitik des Berliner
Senats. „Ein Kind, das vor seiner Zeit eingeschult wird, wird im Klassenzimmer
nicht schulreif. Im Gegenteil: Ein zu früh eingeschultes Kind wird sich immer
nur abwenden von Buchstaben und Zahlen“, weiß die Expertin aus Erfahrung.