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Lernen in den Ferien: Tipps für Eltern!

04.07.2016

Berlin, 04. Juli 2016. Die Vorfreude ist riesig, die Sommerferien stehen vor der Tür! Endlich entspannen, die Schultasche in die Ecke stellen, Freunde treffen, schwimmen gehen, Eis essen und verreisen. Seit Wochen drehen sich die Gedanken vieler Schülerinnen und Schüler nur noch um die schulfreie Zeit. Doch einige Kinder und Jugendliche nutzen die längste Unterrichtsunterbrechung des Jahres nicht nur allein zur Erholung: Einige müssen eine Nachprüfung absolvieren oder wollen das neue Schuljahr vorbereiten. Swantje Goldbach, Bildungsexpertin und Gründerin der Reformnachhilfeschule Lernwerk, nimmt sich typischer Fra­gen der Eltern an, die häufig gestellt werden.

Lernen in den Ferien? Haben die Kinder nicht eine Pause verdient?

„Ja, absolut! Wichtig ist, dass viel Erholungszeit bleibt. Kinder und Jugendliche brauchen Freizeitaktivitäten und soll­ten die Natur erleben. In den Ferien den Medienkonsum zu erhöhen und eine Woche lang ein Computerspiel durchzuzocken bringt dagegen keine Erholung.“

Ist es dann nicht eine „Strafe“ für die Kinder, sie büffeln zu lassen?

„Grundsätzlich herrscht in der Gesellschaft ein falsches Verständnis zum Thema Lernen. Eigentlich ist Lernen etwas, das den Menschen beflügelt. Ein Zwang zum Lernen ist in der Tat eine Strafe, wenn kein Sinn darin gesehen wird, darum sollte man mit seinem Kind gemeinsam auf Sinnsuche gehen!“

Aber immer wieder hört man von den Eltern, dass ein Kind in einem Fach sehr viel aufholen muss, was raten Sie? Was ist zu tun?

„Jeden Tag eine halbe Stunde für einen festgelegten Zeitraum zu lernen ist wesentlich besser, als alles vor sich herzuschieben und am Ende der Ferien gestresst zu sein. Wichtig ist jedoch im Vorhinein, mit seinem Kind ein zugewandtes Gespräch zu führen. Wie kam es zum Leistungs­abfall? Ist es eine gerechte Note? Aus einem solchen Gespräch entwickelt sich oft die Eigenmotivation des Kindes, etwas an der eigenen Situation zu verändern. Anschließend entwickelt man gemeinsam einen erfolgsversprechenden Lernplan.“

Viele Kinder haben gute Vorsätze, bei denen es dann leider auch nur bleibt, oder?

„Ja, aber hier ist es wichtig, sich einen guten Plan zu machen und realistische, detaillierte Ziele zu setzen. Zum Beispiel sollte es nicht heißen: ,Ich will besser in Englisch werden!‘, sondern: ,Ich wiederhole die letzten drei Zeitformen, die wir im Unterricht hatten!‘. Da ist das Ziel klar gesteckt!“

In welchen Fällen sollte man sich Hilfe suchen?

„Ein Kind kann nur selber üben, wenn es auch bereits etwas kann. Wenn es etwas absolut nicht versteht, z. B. zahllose Fehler in der Rechtschreibung macht, hilft es nicht, zu sagen: ,Üb‘ die Rechtschreibung!‘, wie es oft unter Diktaten steht. In solchen Fällen benötigt ein Kind jemanden aus dem Umfeld oder einem Institut, der sehr, sehr gut erklären kann.“

Man hört vereinzelt, dass manche Schülerinnen und Schüler sich in einem Jahr überall so sehr verschlechtert haben, dass sie eigentlich die ganzen Ferien lang lernen müssten.

„Ich denke, je mehr Probleme Jugendliche oder Kinder in der Schule haben, desto weniger hilft bloßes Pauken. Hier muss man immer an die Ursachenforschung gehen. Der Grund könnte z. B. eine grundsätzliche Überforderung in der Schule sein, aber auch Stress oder falsches Freizeitverhalten. Keinesfalls sollte Lernen als Strafe eingesetzt werden, denn das bewirkt das Gegenteil, von dem was für den Schulerfolg benötigt wird, nämlich Selbstmotivation! Schüler, die ohne Selbstmoti­vation lernen, machen sich nur selbst etwas vor, es hat notentechnisch keine Relevanz. Es wird nichts helfen und die ganze Familie um die wohlverdiente Erholung bringen.“

Was ist zusammenfassend zu sagen?

„Hören Sie Ihrem Kind zu und ermutigen Sie es. Sobald ein Funke Selbstmotivation, der richtige Plan und ein selbstgesetztes Ziel vorhan­den sind, kann ein Teil der Ferien dazu genutzt werden, wieder einen ganz neuen Zugang zu einem Fach zu entwickeln. Und für den nötigen Freizeitausgleich ist in den Sommerferien immer bestens gesorgt! Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern einen wunderbaren Sommer!“

Für ein persönliches Interview steht die Pädagogische Leiterin gern bereit. Mehr zum Thema und weitere Tipps für Eltern gibt es auch im Lernwerk-Blog mit Swantje Goldbach unter www.lernwerk.de.