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Die fiese Fünf in Kunst: Swantje Goldbach in der Frankfurter Rundschau

22.01.2011

Im Interview mit der Frankfurter Rundschau spricht Swantje Goldbach über die Zwischenzeugnisse und die Bedeutung von Zensuren:

Die fiese Fünf in Kunst

Zwischenzeugnisse geben potenziellen Ausbildern Aufschluss über das Profil ihrer Bewerber

Das erste Schulhalbjahr ist gelaufen, bald gibt es Zeugnisse. Wir sprachen mit Swantje Goldbach, Gründerin der Reformnachhilfeschule in Berlin und Potsdam, über Bedeutung und Aussagekraft des Zwischenzeugnisses.

Frau Goldbach, warum ist das Ergebnis der Zwischenzeugnisse so wichtig?

Die Noten fließen ein in das Gesamtjahreszeugnis. Das Zwischenzeugnis, vor allem das der zehnten Klasse, ist besonders wichtig, weil es in die Bewerbungsunterlagen für einen Ausbildungsplatz gehört. Das will sich der potenzielle Chef garantiert anschauen.

Ist eine Fünf in Mathe das größte Übel?

Das größte Übel ist natürlich eine Sechs. Aber wenn man sich nicht gerade um einen kaufmännischen Beruf bemüht und die Fünf in Mathe der einzige Ausreißer eines sonst ordentlichen Zeugnisses ist, drücken künftige Arbeitgeber in der Regel ein Auge zu.

Welches sind denn die wichtigsten Noten?

Wer Medizin studieren will, muss durchgehend eine sehr gute Punktezahl haben, um den Numerus Clausus zu erreichen. Ansonsten ist es hilfreich, wenn die persönlichen Stärken durch die Noten ablesbar sind. Damit zeichnet sich das eigene Profil ab.

Worauf achten Personalleiter besonders, wenn sie Zeugnisse lesen?

Interessanterweise schaut sich ein routinierter Personalchef das Zeugnis von unten nach oben an. In der letzten Zeile werden die Fehlstunden aufgelistet. Wer oft unentschuldigt fehlt, erhält seine Unterlagen schnell zurück. Die Nebenfächer sind wichtiger, als man denkt. Auch eine Fünf in Kunst kann der Grund für eine Absage sein. Sie besagt: Der Schüler hat sich nicht im Griff!

Heiß diskutiert werden ja immer wieder die Kopfnoten.

Die werden mit größtem Interesse von der Personalabteilung studiert. Hier lässt sich ablesen, ob ein Schüler selbstständig arbeitet, ob er Verantwortung übernimmt und leistungsbereit ist.

Was können Eltern an praktischer Hilfe leisten?

Das Kind muss das Lernen in die eigenen Hände nehmen, um erfolgreich zu sein. Familien können die beste Unterstützung geben, wenn sie das Zuhause als Ort der Bestätigung verstehen und nicht als verlängertes Klassenzimmer. Ständige Hausaufgabenkontrolle bringt nichts. Besser ist es, wenn Eltern die Persönlichkeit des Kindes stärken. Lernen sollte nicht passiv sein. Auch wenn es komisch klingt. Sprechen beim Lernen speichert den Stoff besser ein.

 

Interview: Kirsten Niemann