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Artikel Potskids: Wie motiviere ich mein Kind für die Schule?

06.08.2007

„Ein Auto, das nicht fährt, muss angeschoben werden.“ Das sagte mir einst ein Vater, dessen Sohn ein schlechtes Zeugnis nach Hause brachte. Viele Eltern verfahren nach demselben Motto, wenn es in der Schule hakt. Aus Angst, ihr Kind könne stehen- oder gar sitzen bleiben, schieben sie und schieben. Und vergessen dabei das Wichtigste: Der Motor muss wieder laufen.

Ob der „zündende Funke überspringt“, das Kind also aus eigenem Antrieb für die Schule arbeitet, können Eltern von außen kaum beeinflussen. Auch wenn Sie das Beste für Ihre Kinder wollen: Letztlich müssen die Kinder es für sich selber wollen! Diesen Prozess der Selbstmotivation können Eltern durchaus unterstützen. Allerdings weniger durch Druck von hinten als vielmehr durch sanften „Zug“ von vorn.

Der wichtigste motivierende Faktor ist ein klares, selbst gestecktes Ziel. Ein solches Ziel sollte mehr sein, als nur die nächste Klassenarbeit zu bestehen. Nehmen Sie sich Zeit, mit Ihrem Kind auch einmal grundsätzlich über seine Wünsche, Träume und Vorstellungen von der Zukunft zu sprechen.

Interessieren Sie sich ehrlich für die schulische Arbeit Ihres Kindes. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wofür bestimmte Tätigkeiten und Kompetenzen gut sind. Die Frage nach dem Sinn einer bestimmten Aufgabe ist berechtigt und für die Selbstmotivation unendlich wichtig!

Haben Sie den Mut, Prioritäten zu setzen und Ihr Kind in dem zu unterstützen, was es besonders gut, gern und häufig tut. Es ist weitaus interessanter und auch erfolgversprechender, die persönlichen Talente auszubauen, als ständig an den eigenen Defiziten herumzudoktern.

Geben Sie mit Ihrem Verhalten ein Vorbild, wenn es darum geht, auch an ungeliebte Aufgaben diszipliniert heranzugehen. Setzen Sie sich still daneben, wenn Ihr Kind die Hausaufgaben macht, erledigen Sie Ihre Korrespondenz, machen Sie die Steuererklärung oder schälen Sie Kartoffeln.

Achten Sie darauf, Schulprobleme nicht zum dominierenden Thema am Familientisch zu machen. Sprechen Sie lieber über Themen, zu denen Ihr Kind etwas beitragen kann. So stärken Sie sein Selbstwertgefühl und wecken die Eigenmotivation. Und das macht Lernen überhaupt erst möglich.

Swantje Goldbach ist Gründerin des LERNWERK. Seit neun Jahren arbeitet sie daran, in Kindern und Jugendlichen die natürliche Freude am Lernen wieder zu erwecken und sie das Lernen zu lehren.