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Abschied von JüL: Jetzt muss die Vorschule wieder her

11.07.2011

Ausstieg aus dem Jahrgangsübergreifenden Lernen benachteiligt Früheinschulungskinder

In Berlin hat jede fünfte Grundschule beantragt, das Jahrgangsübergreifende Lernen zu Gunsten des altershomogenen Klassenverbands aufzugeben. Dass eine Rückkehr in althergebrachte Strukturen aber jetzt nicht mehr ohne die gleichzeitige Wiederinstallation der bewährten Vorschulen zu bewerkstelligen ist, darauf weist die Gründerin und Pädagogische Leiterin der Reformnachhilfeschule Lernwerk hin. Anderenfalls drohen die gezwungenermaßen mit fünfeinhalb Jahren einzuschulenden Kinder durch den Rost zu fallen, warnt Swantje Goldbach.

Tatsächlich hatte die Senatsbildungsverwaltung vor einigen Jahren das vorgezogene Schuleintrittsalter verknüpft mit JüL. Hintergrund: Junge Kinder haben durch die altersgemischte Lerneingangsstufe die Chance des Verweilens, sprich der unauffälligen Wiederholung der ersten Klasse. Diese Möglichkeit ist an den 70 Grundschulen, die JüL ab nächstem Sommer abschaffen wollen, verbaut. Die absehbare Folge: Junge Schüler werden fast ausnahmslos in die zweite Klasse versetzt, müssen dann oft aber spätestens die dritte Klasse wiederholen. Ein schulisches Desaster, das nur die Wiedereinführung der einst bewährten Vorschulen verhindern kann, so die Expertin.

„Wenn JüL jetzt schleichend abgeschafft wird, muss die Vorschule wieder eingeführt werden. Sonst wird die Rolle rückwärts zum Bauchklatscher!“, befürchtet die Pädagogin, die für das Lernwerk Spezialkurse für Grundschüler konzipiert hat.

Grundschulen, die den Ausstieg aus JüL wollen, müssen dem Bildungssenat im neuen Schuljahr eigene Konzepte für die Schuleingangsphase vorlegen. Darauf ist man beim Lernwerk gespannt.