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Das Abinauten-Tagebuch von Chantal

Abiturientin Chantal bei den Abinauten

Abiturientin Chantal führte in den Osterferien ein kleines Tagebuch über ihre Erfahrungen und Eindrücke aus unserem intensiven Deutschkurs zur Abiturvorbereitung.

 

Tag 1

Zu Beginn der Abiturvorbereitung wurden wir in die Kurse eingeteilt. So konnten wir uns sehr gut zurecht finden. In dem Abi-Deutsch-Kurs haben wir uns zuerst kurz vorgestellt, kennengelernt und erzählt worauf wir gerne unseren Fokus legen möchten und wo unsere Schwächen sind. Wir fingen mit dem ersten Semester an und bekamen die einzelnen Begriffe erklärt und versuchten uns anhand von Beispielen die Aspekte und Begriffe zu merken. Der Kurs macht sehr viel Spaß und wird auf einer sehr guten, fröhlichen und entspannten Ebene durchgeführt. Besonders haben wir heute auch einen Text analysiert, von dem ich sehr viele neue Kenntnisse gewinnen konnte und mehrere Techniken gelernt, wie man einen Text analysieren könnte. Dies war sehr hilfreich, da wir die gesamte Struktur nun verstanden haben, wie wir genau vorgehen können, um einen Text geeignet und gut zu analysieren und zu deuten. Zusätzlich haben wir alle Stilmittel besprochen und mit weiteren Beispielen notiert. Wir haben auch über andere Textsorten gesprochen, wie zum Beispiel eine Erörterung, wie diese aufgebaut ist und wie man dort am besten vorgehen kann. Aber dies werden wir in den weiteren Stunden noch genauer untersuchen. Besonders haben wir zu Beginn schnell und kurz die Kommunikations-Modelle besprochen und auch mit sehr guten Beispielen verstehen können. In der Mittagspause gingen wir alle gemeinsam in das Hotel und aßen zu Mittag. Danach begann die zweite Hälfte des Kurses von 13:00 Uhr bis 14:30 Uhr. In dieser Zeit haben wir den Text mündlich als auch teilweise schriftlich besprochen und konnten sehr viele Aspekte dazu finden. Wir hatten dabei sehr viel Spaß, da alle gute Argumente und analytische Merkmale fanden.

Freue mich schon auf den Kurs morgen.

Tag 2

Im Deutschkurs geht es fleißig zu

Als wir heute alle in unseren Kursen und Räumen waren, starteten wir mit dem Unterricht. Wir beendeten unsere Analyse von gestern und wiederholten ein paar Stilmittel. Das Resultat unserer Analyse war, dass die Geschichte keine möglichst gute Antwort, bzw. kein gutes Ende hatte. Somit besprachen wir mit einer kleinen Figurenkonstellation und mit Hilfe eines Kommunikationsmodells die Kommunikation innerhalb der Familie der Geschichte. Danach besprachen wir das Gedicht „Die Frühlingsfeier“, von Friedrich Gottlieb Klopstock. Dieses Gedicht war recht schwer, doch Holger erklärte und gut, wie genau wir ein Gedicht analysieren und interpretieren können. Es hat uns sehr viel geholfen, besonders mir, da ich nicht wusste wie ich am besten die Bedeutung eines Gedichtes untersuche. Das nächste Gedicht war von Johann Wolfgang von Goethe „Mailied“, dieses sollten wir im Hinblick auf „Sturm und Drang“ untersuchen, inwiefern dieses Gedicht typisch für den „Sturm und Drang“ ist. Dies fertigten wir schriftlich an und ein paar lasen ihres vor. Anschließend erklärte er uns nochmal sehr gut, worauf wir eher achten müssen und wie wir am besten vorgehen können. Für die, die Leistungskurs Deutsch haben, erklärte er nochmal wie man Gedichte miteinander vergleicht. Davor gab es Mittagessen, die Pausen wurden für manche Kurse verschoben, da es sonst zeitlich mit dem Essen nicht geklappt hätte. So war es sehr gut und wir konnten in aller Ruhe essen. Die Auswahl des Essens war sehr groß. Zum Schluss besprachen wir nochmal allgemein, worauf man achten sollte und welches Thema wir am nächsten Tag besprechen möchten. Es hat mir und vielen sehr viel geholfen und auch sehr viel Spaß gemacht.

Tag 3

Heute war wieder ein sehr lustiger und spaßiger Unterrichtstag. Zu Beginn besprachen wir gemeinsam die Aufklärung und Holger erklärte uns dies anhand einer sehr guten Abbildung. Sie half uns genau zu verstehen, was Immanuel Kant mit der selbstverschuldeten Unmündigkeit meinte und inwiefern dies mit dem Sturm und Drang zusammenhängt. All dies konnten wir anhand des Textes „Immanuel Kant, Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“ erklären und die wichtigsten Anhaltspunkte notieren. Somit kamen wir dann schon zu dem Naturalismus und erklärten diesen Begriff mit zwei Texten von Wilhelm Bölsche, der eine bestimmte Sichtweise auf die Kunst hatte und diese im Gegensatz zu derer vom Kaiser Wilhelm dem Zweiten stand. Beide erklärten den Naturalismus mit Hilfe von mehreren Thesen. Diese schrieben wir stichpunktartig auf und formulierten uns selbst geeignete und verständliche Thesen. Nun kamen wir dadurch zu dem Buch von Gerhart Hauptmann „Vor Sonnenaufgang“, lasen den zweiten Akt und besprachen und analysierten ihn teils. Besonders gingen wir auch auf die Figuren ein und worin der Unterschied der genannten Personen lag. Allgemein sprachen wir über diese Familienkonstellation und kamen zur Szenenanalyse. Diese notierten wir uns nach der Mittagspause. Das Essen sowie die Auswahl war wieder sehr gut. Danach wie schon erwähnt notierten wir den Aufbau, die Struktur einer Szenenanalyse und dies mit sehr vielen lustigen Argumenten aus der Szene, die wir bekamen. Zum Schluss behandelten wir kurz, wie man eine Charakterisierung schreibt. Durch unsere Unterhaltung darüber, was wir morgen machen möchten, kamen wir auf die Wirklichkeit, den Realismus mit der Realität und der Fiktion und was man unter der Wirklichkeit versteht. Es war sehr interessant, was wir alles unter dem Begriff verstanden und mit diesem verknüpften. Somit sprachen wir auch über die heutige Zeit der Medien und des gesamten Universums inwieweit dies der Unendlichkeit und der Wirklichkeit gleicht.

Der Kurs und auch die Leute sind super und es macht sehr viel Spaß.

Tag 4

Am Essen gibt es nichts auszusetzen

Auch heute war es wieder sehr amüsant und die Stimmung im Kurs wird immer besser. Wir haben heute mit dem bürgerlichen Trauerspiel angefangen und dies mit dem höfischen und naturalistischen Trauerspiel verglichen. Dort fiel uns auf, wie unterschiedlich deren Fokus auf Personen und die Gesellschaftsstruktur liegt. Es war sehr interessant und wir haben sehr gute Ideen und Kenntnisse davon gewonnen. Holger gab uns dann ein Arbeitsblatt mit einem Textauszug von Irmgard Keun: „Das kunstseidene Mädchen“. Diesen Auszug analysierten wir und notierten uns die vorhandenen Stilmittel. Alle arbeiteten mit und haben viel gefunden. An ein paar Stellen haperte es bei uns und wir waren unsicher, doch Holger gab uns weitere Tipps und wir konnten wieder gut einsteigen. Er gibt einem sehr gute und hilfreiche Tipps, besonders beim Analysieren, worauf wir achten müssen und welche gezielten Fragen wir uns stellen müssen, um alle Informationen des Textes zu erhalten. Somit kamen wir schon auf die Erzählkonzeption, diese teilten wir in zwei Aspekte auf, einmal wie wird erzählt und was wird erzählt. Darunter waren Stichpunktartig die geforderten Informationen die wir dafür benötigen. Dies stellten wir tabellarisch dar und hatten nun einen sehr guten Überblick. Gleichzeitig besprachen wir auch, wie man strukturiert vorgeht und eine Erzählanalyse schreibt. Im Bezug auf diese kamen wir zu den verschiedenen Romanformen, die wir uns notierten und deren Inhalt wir kurz und knapp besprachen. Danach wechselten wir das Thema und begannen mit dem vierten Semester, den Medien. Wir erhielten einen weiteren Text von Norbert Bolz namens „Medienkompetenz statt Weltwissen. Fortsetzbarkeit der Kommunikation statt Realitätsgarantie“. Dies war ein etwas schwieriger Text, der mehrere wichtige Thesen beinhaltete. Nachdem wir den Text gelesen hatten, erstellten wir eine Mindmap zu dem Begriff Internet anhand der Thesen von Norbert Bolz und auch von unserem eigenem Wissen. Nun war die Mittagspause und wir gingen alle gemeinsam rüber in das Hotel und aßen zu Mittag. Heute war die Auswahl, sowie das essen wieder sehr gut.

Im Anschluss beendeten wir unsere Unterhaltung über die Mindmap und gaben anhand von Büchern, wie „Ruhm“ von Daniel Kehlmann, ein Beispiel inwiefern dies die Wirklichkeit beeinflusst. Denn dies ist ein Episodenroman, der stark die Medien thematisiert. Holger gab uns dann vier Aufgaben, von denen wir uns eine aussuchen konnten und selbstständig bearbeiteten. Morgen werden wir diese dann besprechen. Nun war wieder ein sehr toller Tag bei dem Abinautenkurs zu Ende. Freue mich schon sehr auf morgen. Schade, dass morgen der letzte Tag ist, denn es macht wirklich sehr viel Spaß.

Tag 5

Heute war der letzte Tag bei den Abinauten, es war ein super Tag und wir haben wieder mal sehr viel geschafft. Holger schrieb drei Sätze an die Tafel, die wir dann den entsprechenden Stilmitteln zuordnen sollten. Z.B. „Der Weg ist das Ziel“. Oder „Die Mühe ist der Lohn“. „Das Medium ist die Botschaft“. Dies verknüpften wir mit dem Fernsehen und dem vierten Semester, Medien. Danach lasen wir unsere Texte, die wir gestern angefertigt haben vor. Insgesamt 4 Aufgaben gab Holger uns und jeder konnte sich dann eine aussuchen, die er bearbeiten wollte. Die meisten nahmen „Was ist Wirklichkeit im Medienzeitalter?“. Dies erörterten wir. Ein paar Teilnehmer entschieden sich auch dafür, einen eigenen kleinen Roman anzufertigen. Diese Romane waren bei allen sehr gut gelungen. 

Somit kamen wir zum allgemeinem Erörtern und den verschiedenen Strukturen. Denn einmal kann man dies dialektisch strukturieren oder linear. Wir besprachen aber die wichtigste Struktur, und zwar die Sanduhr oder die Ping-Pong-Form. Zu diesem fertigte Holger zwei kleine Abbildungen an, damit wir ein genaues Bild davon bekommen. Er erklärte uns auch nochmal den Unterschied zwischen den Aufgabenstellungen analysieren... ; analysieren und interpretieren... ; erörterten... ; erläutern sie den Text. Im Folgenden kamen wir zurück auf das vierte Semester im Bezug auf das erste Semester Kommunikation und verknüpften diese mit der Unmittelbarkeit und den Medialbotschaften. Somit konnten wir genau verstehen, wie die Kommunikation von Medien beeinflusst wird und regelrecht abläuft und dies mit Hilfe des Vier-Seiten-Modells von Schulz von Thun. Wir besprachen mögliche Aufgabenstellungen, die im Abi dran kommen könnten, im Bezug auf den Naturalismus („Vor Sonnenaufgang ").

Nun war es wieder 12:20 Uhr und wir gingen Mittagessen.  Heute war das Essen, wie die letzten Tage auch, sehr gut. Als wir wieder zurück in der Emil-Molt-Akademie waren, setzten wir uns nach draußen und besprachen nochmal relevante Themen, die wir dann drinnen im Raum in einer Diskussionsrunde schilderten.  Die Frage lautete: „Klarnamenpflicht für soziale Medien?“

Nach einer sehr lustigen und nicht wirklich schlüssigen Diskussion, beendeten wir dies mit einer tabellarischen Anordnung der Pro- und Contra-Seiten. Am Ende, da die Zeit so schnell verging, erklärte er uns alle wichtigen Sachen von Analysen, Textstrukturen und worauf wir besonders achten müssen. Ich fand die ganze Atmosphäre im Kurs und insgesamt bei den Abinauten klasse. Es ist sehr empfehlenswert und hilft sehr. Mir hat es auf jeden Fall viel geholfen und eine Menge erklärt. 

Vielen Dank für die tolle Zeit und für den Kurs, denn unser Deutschkurs harmonierte super und alle Personen dort sind einfach klasse.

Danke an die Abinauten-Crew. 

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